Broome

Nach Perth bin ich dann nach Broome geflogen.

Von wegen Regenzeit. Das Wetter war genau wie ich es mag, sehr sehr heiß. Das ist das erste, was einem auffällt, wenn man aus dem Flugzeug steigt. Als zweites fällt einem auf, daß der Flughafen mehr wie ein Ferienresort als wie ein Flughafen aussieht. Und er ist winzig.

Das Hostel sah auch aus wie ein Ferienresort. SEHR schön. Und eine Menge netter Leute. Unter anderem ein Inder mit einem Allradfahrzeug, der unbedingt zum Cape Laveeque wollte. Um dorthin zu kommen braucht man normalerweise ein Allradwagen und vier Stunden... Wir haben 2,5 Std. gebraucht und einen Baum angeditscht. Alle sind unverletzt, der Wagen hat eine kleine Schramme und es war sehr lustig.

Unterwegs sind wir noch an einer Fischfarm vorbeigekommen, wo wir Wasserschildkröten und ganz viele Nemos sehen konnten. Püntklich zum Sonnenuntergang waren wir dann am Cape und die Farben waren unglaublich schön.

Am nächsten Tag haben wir dann einen richtig typischen Touri-Ausflug gemacht: Kamelreiten am Strand. Lustig, aber nach einer halben Stunden war es dann auch genug. Sooo viel passiert auf dem Rücken eines Kameles halt nicht.

 

(download)

Rottnest Island

Von Fremantle aus setzt eine Faehre rueber zur Rottnest Island. Hier habe ich 2 Tage verbracht und bin mit dem Fahrrad durch die Gegend gefahren und habe nach schoenen Orten zum Schnorcheln gesucht.

Die Insel ist voller Quokkas, einer Mischung aus Kaenguruh und Ratte und leider auch voller Fliegen. Als Radfahrer kann man dank einigen suizidal veranlagten Exemplaren sicher sein, dass die Ernaehrung sehr proteinreich ist.... iiiihhhhhh. Die Quokkas sind nicht weniger zutraulich. Gottseidank koennen die nicht fliegen. Ich hab auf dieser Insel am Strand geschlafen weil ich dachte, einen einsameren Strand koennte ich nicht finden. Ich wusste nur nicht, dass die Quokkas auch vorhatten an diesem Strand zu schlafen. Ab acht Uhr waren da 5 Stueck, die mich wahnsinnig interessant fanden und auch unbedingt mal mein Gesicht, meinen Ruecken und meine Haende anfassen wollten. 10 Minuten lang war ich echt in Sorge, ob diese Tierchen beissen und womoeglich ganz gefaehrliche Krankheiten uebertragen koennen. Aber meine Versuche, sie mit einem Feuerzeug zu vertreiben waren voellig umsonst. Und eigentlich sind sie ja auch sehr niedlich, wenn sie einen nicht gerade schubsen.

Sonst gibt es auf der Insel noch eine Kanone aus dem 2. Weltkrieg, die, die dafuer, dass sie nie benoetigt wurde, unglaublich aufwendig gebaut ist, nette alte Haeuser, 2 Leuchttuerme, viele Salzseen und ganz viel Sonne. Schoen wars.

(download)

Fremantle

In Fremantle angekommen hab ich dann direkt meinen Arbeitskollegen von meiner einzigen Arbeitsnacht getroffen. Robert aus Kanada. Sehr praktisch. Wenn man in Australien jemand zum zweiten Mal trifft, ist das gleich, als traefe man einen sehr alten Bekannten. Das haben wir dann gleich ausgenutzt und sind mit kostenlosen Leihfahrraedern einer Fremantler Bierbrauerei an den Strand in Cottlesloe gefahren. Dort haben wir dann rausgefunden, was der Weihnachtsmann nach Weihnachten macht: Er betrinkt sich. Abends dann nochmal nach Perth auf eine erfolglose Suche nach einer Karaokebar gefahren. ABER 2 Abende spaeter gab es dann doch noch die Chance auf Karaoke. Und zwar in Freemantle selbst. Ich hab natuerlich "These Boots Are Made For Walking" gesungen. Yeah.

(download)

Perth

Nach Weihnachten hatte ich dann genug vom regnerischen Sydney und habe mich ins Flugzeug gesetzt und bin nach Perth geflogen. Es heisst, Perth ist die Stadt mit den meisten Sonnenstunden pro Tag und dazu die am isoliertesten liegende Metropole.

Stimmt. Und man kann hier Kitesurfen, was ich nicht gemacht habe, weil ich dachte ich komm nochmal wieder. In Perth habe ich Sylvester verbracht und habe den einzigen Tag gearbeitet (auch an Sylvester), in einem italienischen Restaurant. Und das interessanteste daran ist, dass ich es wirklich genossen habe, mal wieder richtig stress zu haben. Ich hab richtig geschuftet, die italiener waren begeistert und meine Kollegen habe wahrscheinlich gedacht: "typisch deutsch".

Dafuer bin ich durch die Stadt gelaufen, habe ein Diplom im Glockenlaeuten gemacht, habe neue Freunde am Springbrunnen kennengelernt (Kaengae und Roo) und bin durch den staedtsichen botanischen Garten gelaufen, weil es dort einen kostenlosen Tree Top Walk gibt. Der ist uebrigens kostenlos weil er nur ungefaehr 50m lang ist. Aber trotzdem schoen. Danach gings dann weiter nach Freemantle....

(download)

Weihnachten

Also soviel zu meinen guten Vorsaetzen. Es ist aber auch wirklich nicht so einfach einen regelmaessigen Blog zu schreiben, wenn man durch Australien reist. Entweder hab ich keine Zeit oder kein Internet zur Verfuegung. Oder der Computer kann meine SD-Karte nicht lesen oder, oder, oder....

Also Weihnachten in Sydney war sehr schoen. Am 24. bin ich mit Christiane durch Manly gestreift und hab Kamele mit den heiligen 3 Koenigen vor einer Kirche getroffen. Die Kamele waren Original. Die heiligen 3 vielleicht nicht. Und wir haben natuerlich am Strand gelegen. Das macht man schliesslich Weihnachten so, oder?
Abends gab es dann ein feines Essen mit den Dietrichs und deren Freunden.

Bescherung war dann am 25. Fuer Nina (die Groessere) gab es ein Fahrrad in Pink. Aber richtig neidisch war ich auf das 2-teilige Skateboard von Ingrid (rechts im Bild). Tolles Ding, um sich das ein oder andere Handgelenk zu brechen. Das haben wir auch alle versucht. Aber bis jetzt ist alles heil.

Die anderen Weihnachtstage hab ich dann am Darlingharbour von Sydney, einmal mit Ifee und einmal mit Florian verbracht. Da treten stuendlich Strassenkuenstler auf, die sich gegenseitig die Witze aber nicht die Tricks abgeguckt haben. Der Japaner hat diesen Ballon tatsaechlich gegessen. Ich weiss nicht, wie der das gemacht hat....?

(download)

Royal National Park

Am 22.12.09 sind wird dann zum Royal National Park kurz vor Sydney gefahren. Das Wetter war super. Ungluecklicherweise hat das dazu gefuehrt, dass das Blowhole, zu dem wir einen kleinen Abstecher gemacht haben, aeusserst unspektakulaer war. Normalerweise funktioniert ein Blowhole so, dass in einer langen gangartigen Hoehle durch die Wellen Druck aufgebaut wird, so dass an derem Ende eine Wasserfontaine ausgespuckt wird. Aber der Wind wollte wohl nicht so recht. Dafuer war das Wetter fuer den Royal National Park am 23.12. dann wirklich perfekt, um einfach am Strand herum zu liegen. In diesem Nationalpark haben mir die Sanitaergebaeude richtig gut gefallen. Da hat sich mal einer Muehe gegeben.

(download)

Gold-Digger-Town

Nach einer Nacht auf einem Campingplatz mit halbzahmen Kaenguruhs und anderen seltsamen Tieren war der naechste Stop am 81.12.09 in einer ehemaligen Goldgraeber-Stadt mit huebschen alten Haeusern und einem fantastischen Suesswarenladen!

(download)

Auto fahrn

Die geplante Fahrt von Lakes Entrance nach Wollongong entlang der Kueste wurde dann von einem Buschfeuer vereitelt. Die Strasse war gesperrt, der Polizist an der Absperrung meinte die Strecke durch das Landesinnere ist machbar, wuerde er aber wegen der Kurven nicht empfehlen. Die Frau von der Tankstelle meinte, da sollten wir auf gar keinen Fall langfahren, wir wuerden sicher auf einer der unbefestigten Strassen liegen bleiben oder an einem umgefallenen Baum nicht weiterkommen und Haendy-Empfang hat man da auch nicht. NATUERLICH sind wir die Strecke gefahren.
Jipie, ich sass am Steuer und Florian ist wegen der vielen Kurven leicht uebel geworden. Fuer alle Kritiker unter Euch: Das lag ganz sicher an den Kurven, an meinem Fahrvermoegen ist schliesslich nichts auszusetzen!

Geschlafen haben wir mitten auf der Strecke im Auto am Strassenrand. Und weil es so geregnet hat (Regen, wie kann es auch anders sein), haben wir nicht mal den Kofferraum zur Liegewiese ausgebaut, sondern haben versucht auf den Sitzen zu schlafen. Bloede Idee, kurze Nacht!

Unterwegs haben wir noch eine Huette der ersten Siedler Australiens gesehen. Man beachte die huebschen Tapeten, die sie ueber die Bretterwaende gepappt haben. Stil muss sein!

(download)